Technik

Hier ist die Seite mit Hinweisen zur Technik unserer Modelle und zum Hobby „Dampfbahn“.
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Die Spurweite unserer Modelle beträgt 127 mm, das sind 5 Zoll. Zur Zeit bauen wir zusätzlich ein Gleis in der Spurweite 184 mm, d.h. 71/4 Zoll, so das ein Dreischienengleis für beide Spurweiten entsteht. Der Aussenkreis ist mittlerweile (Juni 2012) komplett mit der dritten Schiene versehen.  Die „zölligen“ Spurweiten resultieren aus der Tatsache, das das Hobby der personenbefördernden Modellbahn aus dem Mutterland der Eisenbahn, nämlich England, kommt.

Jedoch gibt es auch auf dem europäischen Festland eine große Anzahl an Vereinen und Privatleuten, die dieses Hobby betreiben.

Der deutsche Zusammenschluss der Dampfbahner ist der DBCD, zu erreichen unter der Internetadresse

http://www.dbc-d.de/

Hier finden sich auch die Normen für Selbstbauer. Da die (Modell)Spurweite für alle Modelle gleich ist, jedoch die Originalfahrzeuge unterschiedliche Spurweiten haben (so z.B. Feldbahnen mit 600 mm Spurweite bis zur regulären Spurweite der DB von 1435 mm), ist der Maßstab der Modelle unterschiedlich, d.h. ein Nachbau einer Feldbahnlokomotive ist im Modell größer als z.B. das Modell einer Bundesbahnlokomotive der Baureihe 01.

Hier ein Bild der o.g. Baureihe mit einem originalgetreuen Personenzug

und hier ein Modell einer Schmalspurlokomotive. Die Maßstäbe reichen von 1:11 (Normalspur 1435 mm) bis 1:4,7 (600 mm Schmalspur)

Unsere Elektrolokomotiven (alle Eigenbau) werden mit Batterien und somit mit 12/24 V Motoren betrieben. Hier ein Bild vom Aufbau des Motors auf dem Fahrgestell unserer BR E94.

Die Steuerung erfolgt bei diesem Modell über eine Widerstandssteuerung der Fa. Knupfer. bei den anderen elektrisch betriebenen Modellen kommen elektronische Steuerungen diverser Hersteller (z.B. 4QD, Curtis) zu Einsatz.

Die Dampflokomotiven funktionieren wie die Originale durch die Verbrennung von Steinkohle und die Erzeugung von Dampf, der dann im Triebwerk der Lokomotive in Fortbewegung umgesetzt wird.
An dieser Technik hat sich im Prinzip seit dem berühmten Lokomotivrennen von Rainhill am 6.Oktober 1829 und der legendären Rocket von Georg Stevenson nichts mehr geändert.

An diesem aufgeschnittenen Kessel einer unserer Lokomotiven erkennt man sehr schön auf der linken Seite die vom Wasser umspülten Rauchrohre und auf der rechten Seite die ebenfalls vom Wasser umspülte Feuerbüchse. Der Einsatz von Rauchrohren vergrößert die Heizfläche erheblich, somit steigert sich auch die Leistung des Kessels. Mit dieser Idee war die Rocket in Rainhill allen anderen Lokomotiven um ein vielfaches Überlegen und gewann souverän das Rennen. Die Technik hat bis heute Bestand, genau wie die Idee, den Abdampf der Zylinder nicht einfach ins Freie entweichen zu lassen, sondern gebündelt durch den Schlot  zu leiten, um hierdurch das Feuer anzufachen. Mit dieser Maßnahme reguliert sich die Feuerung in Grenzen selber, d.h. bei einer hohen Dampfentnahme und entsprechendem Dampfausstoß wird das Feuer stärker angefacht.

Das Triebwerk der Lokomotive (hier der BR 23 von Manfred Köhler) sorgt über die Zylinder (rechts) den Kreuzkopf (vor den Zylindern) und die Kuppelstange (Kreuzkof bis zum Rad, Bildmitte) für die Umsetzung der geradlinigen Bewegung des Zylinders in eine kreisförmige.
Die Steuerung der Lokomotive ist eine sehr komplexe Sache, auf die an dieser Stelle nicht in allen Einzelheiten und Bauformen eingegangen werden kann.
Wer weitergehende Infos hierzu sucht, dem sei u.a. der sehr gute Wikipedia-Artikel empfohlen, zu finden unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dampflokomotive#Steuerung

Trotzdem hier noch ein Blick auf den Flachschieber unserer BR 81 bei geöffnetem Schieberkasten. Der Schieber, den es als Flach- und Rundschieber gibt, regelt die Verteilung des Dampfs auf die beiden Seiten des Kolbens und befindet sich oberhalb des Zylinders, den er über Einströmkanäle  bei geöffnetem Regler mit Dampf versorgt.

Flachschieber

Flachschieber

und ein Blick auf den Rahmen, man erkennt rechts und links die beiden Hohlschrauben der Dampfzuführung zu Schieberkasten und in der Mitte das aus den Zylindern herausführende, in die Rauchkammer und im Schlot endende Blasrohr.

Rahmen 81

Rahmen 81

Zum Vergleich hier das Bilder einer niederländischen Tramlokomotive mit Innentriebwerk

Innentriebwerk

Innentriebwerk

Der Lappen und der Handschuh kennzeichnen die vom Regler kommende Einströmung zum Schieber, in der Mitte ist die Ausströmung für den Abdampf erkennbar.

Rauchkammer Emma

Hier dann der Blick in die Rauchkammer unserer Emma, in der Mitte ist das Standrohr zu erkennen, durch das der Abdampf durch den Schlot unter Anfachung des Feuers (wie weiter oben beschrieben) entweicht.
Der an der Seite sichtbare Dampfstrahl entsteht beim Ablassen des Kesselwassers und Dampfes beim Abrüsten der Lokomotive.

Aus 1 Liter (entsprechend 1 kg) Wasser im Kessel entstehen 1,673  Wasserdampf, wofür eine Energiezufuhr von 2.257 kJ benötigt wird.
( Quelle: Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserdampf )

Die Radsätze der Fahrzeuge sind konisch, damit diese sich im Gleis zentrieren. Dies ergibt den sogenannten Sinuslauf der Radsätze, wie in dieser Grafik dargestellt:

Vorschaubild der Version vom 13. November 2008, 17:51 Uhr

(Quelle: Ikraxer unter Creative Commons-Lizenz)

Weitergehende Infos finden sich unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rad-Schiene-System

 

1 Kommentar auf “Technik

  1. Ole Phat Stu sagt:

    Da die meisten Laien nicht wissen wie eine (starr-achsige) Lok um die Ecke geht, habe ich es 2009 mal in mein Blog beschrieben :-

    http://www.savory.de/blog_sep_09.htm#20090904

    Sie durfen es rühig ins Deutsche übersetzen und hier übernehmen, wenn sie wollen.

Hallo! Anmerkungen hierzu?